Aktuelles

Gartenplakette „Bayern blüht – Naturgarten“!

Wo Natur im Garten ist, da fühlt sich der Mensch richtig wohl. Ein Naturgarten ist in ganz besonderer Weise auch Lebensraum und Heimat für viele Pflanzen und Tiere. Naturgarten bedeutet aber nicht, der Wildnis freien Lauf zu lassen, sondern meint das bewusste Gestalten im Einklang mit der Natur.

Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege hat mehrere Gärten im Rahmen von „Bayern blüht – Naturgärten“ ausgezeichnet. Das Projekt haben wir im März 2020 bei unserer Jahreshauptversammlung vorgestellt. Interessenten konnten sich seitdem mit ihren Gärten für das Siegel bewerben.

Nachstehend finden Sie eine kleine Broschüre zur Naturgartenzertifizierung mit Kurzinformationen zu den Voraussetzungen für einen Naturgarten und der Möglichkeit zur Anmeldung für eine Zertifizierung über den Kreisverband oder örtlichen Gartenbauverein.

Dass eine Zertifizierung auch bei kleineren Gärten möglich ist, beweist Jana Schmaderers erst 2014 angelegter Garten. Wie viele verschiedene Pflanzen auf den rund 350 Quadratmetern eine Heimat gefunden haben, weiß sie selbst nicht so genau. „Das ist ein ständiger Wechsel.“ So gesellen sich verschiedene Kräuter zu den Johannis-, Josta- und Moosbeeren, mindestens 40, wenn nicht 50. Auf dem Kompost wächst ein Kürbis, das Wintergemüse in den drei Hochbeeten ist schon gesetzt. Zu trinken finden Insekten und Vögel gleich daneben, wo ein Sprudelstein das Wasser plätschern lässt. Im Juli 2020 wurde Jana Schmaderer nun mit dem Zertifikat „Bayern blüht – Naturgärten“ ausgezeichnet.

Unsere Kräuterpädagogin Gisela Hafemeyer pflegt ebenfalls einen wunderbaren Naturgarten. Dafür gab es jetzt im September eine Auszeichnung vom Kreisverband für Gartenbau. Die Pflanzen um uns herum haben mich schon immer interessiert“, sagt die im Landkreis bekannte Kräuterpädagogin Gisela Hafemeyer aus Frieding. Als ihr Mann und die gelernte Dorfhelferin 2003 die Milchwirtschaft aufgaben und seither nur noch Jungtiere im Nebenerwerb halten, hatte sie mehr Zeit. Sie drückte die Schulbank an der Landwirtschaftsschule Weilheim, wurde erst Kräuterpädagogin, bildete sich zur Gartenbäuerin fort und danach auch zur Erlebnisbäuerin „Lernort Bauernhof“. Heute betreibt sie am Hof erfolgreich ihren „Kräuterstadl“ über den sie auch Kräuterführungen anbietet, genauso wie bei der Volkshochschule. Gekrönt hat Gisela Hafemeyer ihre Ausbildungen 2018 mit der Prüfung zur Meisterin der Hauswirtschaft. Für Anna Neppel, Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege, war es eine logische Folge, dass sich der Garten der Hafemeyers im Laufe der Zeit zu einem Vorzeige-Naturgarten entwickelt.

Corona

Liebe Mitglieder und Freunde des Obst- und Gartenbauvereins Frieding,

der Beginn des Jahres 2020 war für uns Alle wie immer. Als Gartenbesitzer hoffte man noch auf Schnee, Eis und Kälte um z.B. das Ungeziefer einzudämmen und China war weit weg. Doch schon bald überschlugen sich auch hier die Ereignisse durch das Virus Covid-19 in einer uns nicht bekannten Weise. Soziale Kontakte und auch die Vereinsarbeit mussten eine Vollbremsung hinnehmen. Mittlerweile sind unter bestimmten Voraussetzungen wieder Treffen und Veranstaltungen erlaubt, aber Corona ist noch lange nicht überstanden. Nach wie vor gilt es achtsam zu sein und Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Doch das ist nicht immer einfach und wir möchten Sie keinem gesundheitlichen Risiko aussetzen.

Die Vorstandschaft des Obst- und Gartenbauvereins Frieding hat deshalb beschlossen, alle noch geplanten Veranstaltungen für das Jahr 2020 abzusagen und hoffen auf Ihr Verständnis für diese Entscheidung.

Für das restliche Gartenjahr wünschen wir Ihnen auf diesem Weg eine gute Ernte von Obst und Gemüse sowie viel Freude an und mit Ihren Blumen.

Buchsbaumzünsler – Entsorgung der befallenen Pflanzen

Oft sind es die kleinen Tiere, die den größten Schaden anrichten. So auch der Buchsbaumzünsler – eine exotische Schmetterlingsraupe, die sich vom giftigen Buchsbaum ernährt und diesen in kürzester Zeit vernichten kann. Da die Raupe in unserer Region keine natürlichen Fressfeinde hat, breitet sich der Buchsbaumzünsler zunehmend auch im Landkreis Starnberg aus. Konnte ein Schädlingsbefall nicht verhindert oder bekämpft werden, müssen die Heckenteile ordnungsgemäß und schadlos entsorgt werden.
Für den Landkreis Starnberg gilt: Geben Sie befallene Pflanzen an den Grüngutannahmestellen auf den Wertstoffhöfen oder an der Kompostierungsanlage Hadorf ab. Nur durch die darauffolgende thermophile Kompostierung werden die Schädlinge an ihrer weiteren Ausbreitung gehindert.
Bitte geben Sie die Zweige nicht in die Restmülltonne, den Bioabfall oder in den Sperrabfall auf den Wertstoffhöfen.
Auf gar keinen Fall sollen befallene Hecken in den heimischen Kompost gegeben werden. Die im Gartenkompost erreichten Temperaturen reichen nicht aus, um die Schmetterlingsraupe unschädlich zu machen, viel mehr besteht die Gefahr, dass sie sich dort ungehindert weiter vermehren.